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Zukunftswerkstatt Heimat: 60 Engagierte setzen Impulse für die Zukunft

vor 6 Tagen
2 Min. Lesezeit

Premiere der zweitägigen Fachtagung des Bundesverbandes der Donauschwaben in Sindelfingen



Wie kann donauschwäbische Gemeinschaft auch in Zukunft lebendig bleiben? Wie lassen sich junge Menschen erreichen, Heimatgeschichte zeitgemäß vermitteln und gewachsene Strukturen für die kommenden Jahre sichern? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich am 26. und 27. September rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der ersten „Zukunftswerkstatt Heimat“ im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen.


Eingeladen hatte der Bundesverband der Donauschwaben. Im Mittelpunkt der zweitägigen Fachtagung standen die Zukunft der donauschwäbischen Verbandsarbeit, neue Formen der Mitgliederansprache, die Bewahrung des kulturellen Erbes sowie die Zusammenarbeit über Vereins- und Ländergrenzen hinweg. Dabei sollten nicht nur aktuelle Herausforderungen diskutiert, sondern auch konkrete Ideen und Ansätze für die praktische Arbeit vor Ort entwickelt werden.


Den Auftakt bildete die Begrüßung durch den Bundesvorsitzenden Jürgen Harich. Prof. Dr. Reinhard Johler, Leiter des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen, stellte anschließend die grundlegende Frage „Viel Vergangenheit, aber welche Zukunft? Die Donauschwaben“ und gab damit einen wichtigen Impuls für die weiteren Diskussionen.


Ein Schwerpunkt des ersten Tages lag auf der Frage, wie die donauschwäbischen Verbände ihre Arbeit sichtbarer und attraktiver gestalten können. Thomas Dapper widmete sich der Öffentlichkeitsarbeit und einer modernen Mitgliederansprache. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten eigene Erfahrungen einbringen und über neue Wege der Kommunikation diskutieren.


Weitere Themen waren die Zukunft von Heimatsammlungen und Heimatstuben, Möglichkeiten der Digitalisierung und Virtualisierung sowie finanzielle Fördermöglichkeiten nach § 96 des Bundesvertriebenengesetzes. Mit Barbara Kämpfert und Thomas Konhäuser von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen standen dafür ausgewiesene Fachleute zur Verfügung.


Auch der Blick über bisherige Vereinsgrenzen hinaus spielte eine Rolle. Veronika German und Sabine Geller, Initiatorinnen der Donauschwäbischen Frauenkonferenz, stellten ihre Ideen und Projekte entlang der Donau vor und brachten dabei insbesondere die Perspektiven und Erfahrungen von Frauen in die Diskussion ein.


Am zweiten Tag sprach Renata Trischler über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den deutschen Minderheiten in Serbien und Kroatien. Anschließend beschäftigte sich Jürgen Harich in einem Vortrag und Workshop mit Mitgliedergewinnung und Mitgliederbindung. Dabei standen praktische Fragen der Vereinsarbeit und die Herausforderungen des Generationenwechsels im Mittelpunkt.


Ergänzt wurde das Programm durch Informationen zur Ahnenforschung sowie zur Sichtbarkeit von Verbänden und Veranstaltungen. Dieter Weber stellte dabei die Bedeutung einer zeitgemäßen Veranstaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit heraus.


Neben den Vorträgen und Workshops bot die „Zukunftswerkstatt Heimat“ Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zwischen Engagierten aus Heimatortsgemeinschaften, Orts-, Stadt-, Kreis-, Landes- und Bundesverbänden sowie weiteren donauschwäbischen Organisationen. Viele der angesprochenen Fragen – vom Generationenwechsel über die Digitalisierung bis zur künftigen Ausrichtung der Vereinsarbeit – wurden dabei auch abseits des Tagungsprogramms weiterdiskutiert.


Die Resonanz auf die Veranstaltung fiel positiv aus. Mit rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigte sich zugleich das Interesse an Austausch, Vernetzung und konkreten Hilfestellungen für die weitere Vereinsarbeit.


Die „Zukunftswerkstatt Heimat“ ist als Auftakt für einen weiterführenden Prozess gedacht. Gespräche, Ideen und Anregungen aus Sindelfingen sollen in die weitere Arbeit des Bundesverbandes der Donauschwaben einfließen und bei künftigen Veranstaltungen weitergeführt werden.


Von Jürgen Harich

 
 
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