Zukunftswerkstatt Heimat
- 22. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Juli
Tagung für donauschwäbische Vereinigungen

Die Heimatortsgemeinschaften sowie die Orts-, Stadt- und Kreisverbände der Donauschwaben sind seit Jahrzehnten das Rückgrat der donauschwäbischen Gemeinschaft. Sie bewahren Erinnerungen, pflegen Brauchtum, organisieren Begegnungen und sorgen dafür, dass die Geschichte der Donauschwaben lebendig bleibt. Doch die Herausforderungen unserer Zeit sind groß: Der demografische Wandel, die Digitalisierung und die Gewinnung jüngerer Generationen stellen viele Vereine vor neue Aufgaben. Genau hier setzt die „Zukunftswerkstatt Heimat“ an.
Am 26. und 27. September 2026 lädt der Bundesverband der Donauschwaben alle Heimatortsgemeinschaften sowie Orts-, Stadt- und Kreisverbände ins Haus der Donauschwaben in Sindelfingen um 10 Uhr ein. Die zweitägige Fachtagung versteht sich als Ort des Austauschs, der Inspiration und der gemeinsamen Zukunftsgestaltung. Ziel ist es, die Verbandsarbeit nachhaltig zu stärken, neue Ideen zu entwickeln und die Zusammenarbeit innerhalb der donauschwäbischen Gemeinschaft weiter auszubauen.
Im Mittelpunkt stehen Themen, die für die Zukunft der Heimatortsgemeinschaften und der donauschwäbischen Verbände von entscheidender Bedeutung sind. Fachvorträge und Workshops beschäftigen sich unter anderem mit moderner Öffentlichkeitsarbeit, digitalen Archiven, Mitgliedergewinnung, Fördermöglichkeiten, grenzüberschreitender Zusammenarbeit sowie der Frage, wie Traditionen und das kulturelle Erbe erfolgreich an kommende Generationen weitergegeben werden können. Dabei geht es nicht nur um theoretische Impulse, sondern vor allem um konkrete Lösungsansätze, den Erfahrungsaustausch untereinander und das gemeinsame Entwickeln neuer Perspektiven.
Für fachliche Impulse sorgen renommierte Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft, Kulturarbeit und Verbandswesen. Unter anderem wird Prof. Dr. Reinhard Johler, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen, über die Bedeutung von Heimat im Wandel sprechen. Weitere Experten wie Thomas Konhäuser, Geschäftsführer der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Vitalij Brodhauer, Thomas Dapper und Renata Trischler bringen ihre Erfahrungen zu Fördermöglichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit, europäischer Zusammenarbeit und Netzwerkbildung ein.
Besonders wichtig ist dabei der generationenübergreifende Gedanke. Die Zukunftswerkstatt richtet sich ausdrücklich nicht nur an Vorstandsmitglieder erfahrener Heimatortsgemeinschaften und der donauschwäbischen Verbände, sondern ebenso an jüngere Ehrenamtliche, Familien und alle, die Verantwortung für die Zukunft unserer donauschwäbischen Gemeinschaft übernehmen möchten. Gerade der Dialog zwischen den Generationen eröffnet neue Chancen, Tradition und Moderne miteinander zu verbinden und die Heimatortsgemeinschaften und der donauschwäbischen Verbände für die kommenden Jahrzehnte zukunftsfähig aufzustellen.
Neben den inhaltlichen Programmpunkten bietet die Tagung viel Raum für persönliche Begegnungen und Vernetzung. Erfolgreiche Projekte können vorgestellt, Erfahrungen ausgetauscht und neue Kooperationen angestoßen werden. Gemeinsam soll die zentrale Frage beantwortet werden: „Wie bleiben Heimatortsgemeinschaften lebendig?“ Die Ergebnisse der Workshops und Diskussionen sollen konkrete Impulse für die Arbeit vor Ort liefern und die Zusammenarbeit innerhalb der donauschwäbischen Gemeinschaft stärken.
Anmeldungen zur Tagung sind online über diesen Link bereits jetzt möglich:
Von Bernhard Hunger und Gerhard Harich


