Tag der Heimat 2026 in Berlin und Stuttgart
Aktualisiert: vor 2 Tagen
Der Tag der Heimat wurde auch 2026 mit zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland begangen. Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverbandes der Donauschwaben nahmen sowohl an der zentralen Festveranstaltung des Bundes der Vertriebenen in Berlin als auch am Tag der Heimat des BdV-Landesverbandes Baden-Württemberg in Stuttgart teil.
Tag der Heimat 2026 in Berlin
Der Bund der Vertriebenen (BdV) hat am 5. September 2026 den Tag der Heimat begangen. Unter dem Leitwort „Bekenntnis und Verantwortung: Unser Kulturgut verbindet Europa“ fand am Mittag in der Französischen Friedrichstadtkirche die zentrale Festveranstaltung statt; am Nachmittag folgte eine Kranzniederlegung am Mahnmal der deutschen Vertriebenen am Theodor-Heuss-Platz.
In seiner Ansprache betonte BdV-Präsident Stephan Mayer MdB die Bedeutung des gemeinsamen kulturellen Erbes der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler sowie der deutschen Minderheiten in Europa. Mayer verwies auf die „Bekenntnisgeneration“, die Geschichte nicht selbst erlebt habe, sich ihr aber bewusst verbunden fühle. Der BdV-Präsident forderte verlässliche politische und finanzielle Rahmenbedingungen für die Kulturarbeit. § 96 des Bundesvertriebenengesetzes formuliere einen dauerhaften Auftrag für Bund und Länder.
Der Festrede von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt MdB folgten ein Grußwort von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer MdL sowie eine Podiumsdiskussion mit Kretschmer, Benjamin Józsa (FUEN), der Journalistin Ira Peter und Stefanie Kilian (SDJ).
Am Nachmittag fand die feierliche Kranzniederlegung am Mahnmal der deutschen Vertriebenen, der „Ewigen Flamme“ am Theodor-Heuss-Platz, statt. Im Namen des Bundesverbandes der Donauschwaben nahmen an beiden Veranstaltungen die stellvertretenden Bundesvorsitzenden Renata Trischler und Thomas Dapper teil und legten im Namen aller Donauschwaben einen Kranz nieder.
Am Tag davor, am 4. September wurde der Bundesverband der Donauschwaben bei der Bundesversammlung des Bundes der Vertriebenen durch die stv. Bundesvorsitzende Renata Trischler vertreten.
Tag der Heimat in Stuttgart verband Gedenken und Kultur
Mit einer Kranzniederlegung und der anschließenden Festveranstaltung in der Stuttgarter Liederhalle beging der Bund der Vertriebenen Baden-Württemberg am 20. September 2026 den Tag der Heimat. Auch der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes der Donauschwaben, Jürgen Harich, nahm an beiden Veranstaltungen teil.
Den Auftakt bildete am Vormittag die Gedenkstunde am Mahnmal für die Opfer von Flucht und Vertreibung im Kurpark beim Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt. Ausgerichtet wurde sie von der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn. Deren Bundesvorsitzender Joschi Ament hielt die Ansprache, ein Grußwort sprach Bernd-Marcel Löffler, Bezirksvorsteher von Stuttgart-Bad Cannstatt. Anschließend wurden am Mahnmal Kränze niedergelegt.
Am Nachmittag folgte im Hegelsaal der Stuttgarter Liederhalle die zentrale Festveranstaltung. Der Tag der Heimat wird in Stuttgart bereits seit 1950 begangen und gemeinsam mit dem BdV-Kreisverband Stuttgart und den Landsmannschaften ausgerichtet.
BdV-Landesvorsitzender Hartmut Liebscher begrüßte die Gäste, durch das Programm führte Norman Thalheimer. Die Festansprache hielt BdV-Präsident Stephan Mayer MdB. Unter dem Leitwort „Bekenntnis und Verantwortung: Unser Kulturgut verbindet Europa“ stand die Bedeutung des kulturellen Erbes und seine verbindende Kraft im europäischen Kontext im Mittelpunkt.
Einen donauschwäbischen Akzent setzte die Donauschwaben-Gemeinschaft aus Mosbach, die das Kulturprogramm mitgestaltete. Mit ihren Beiträgen präsentierte sie donauschwäbische Traditionen auf der Bühne der Liederhalle. Gemeinsam mit weiteren Kulturgruppen entstand ein vielfältiges Programm, das die kulturelle Breite der Landsmannschaften sichtbar machte.
Von Renata Trischler und Jürgen Harich


