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Tag der Heimat 2026 in Berlin und Stuttgart

12. Sept.
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Sept.


Der Tag der Heimat wurde auch 2026 mit zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland begangen. Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverbandes der Donauschwaben nahmen sowohl an der zentralen Festveranstaltung des Bundes der Vertriebenen in Berlin als auch am Tag der Heimat des BdV-Landesverbandes Baden-Württemberg in Stuttgart teil.


Tag der Heimat 2026 in Berlin


Der Bund der Vertriebenen (BdV) hat am 5. September 2026 den Tag der Heimat begangen. Unter dem Leitwort „Bekenntnis und Verantwortung: Unser Kulturgut verbindet Europa“ fand am Mittag in der Französischen Friedrichstadtkirche die zentrale Festveranstaltung statt; am Nachmittag folgte eine Kranzniederlegung am Mahnmal der deutschen Vertriebenen am Theodor-Heuss-Platz.


In seiner Ansprache betonte BdV-Präsident Stephan Mayer MdB die Bedeutung des gemeinsamen kulturellen Erbes der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler sowie der deutschen Minderheiten in Europa. Mayer verwies auf die „Bekenntnisgeneration“, die Geschichte nicht selbst erlebt habe, sich ihr aber bewusst verbunden fühle. Der BdV-Präsident forderte verlässliche politische und finanzielle Rahmenbedingungen für die Kulturarbeit. § 96 des Bundesvertriebenengesetzes formuliere einen dauerhaften Auftrag für Bund und Länder.


Der Festrede von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt MdB folgten ein Grußwort von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer MdL sowie eine Podiumsdiskussion mit Kretschmer, Benjamin Józsa (FUEN), der Journalistin Ira Peter und Stefanie Kilian (SDJ).


Am Nachmittag fand die feierliche Kranzniederlegung am Mahnmal der deutschen Vertriebenen, der „Ewigen Flamme“ am Theodor-Heuss-Platz, statt. Im Namen des Bundesverbandes der Donauschwaben nahmen an beiden Veranstaltungen die stellvertretenden Bundesvorsitzenden Renata Trischler und Thomas Dapper teil und legten im Namen aller Donauschwaben einen Kranz nieder.


Tag der Heimat in Stuttgart verbindet Gedenken mit gelebter Kultur


Mit einer Gedenkstunde und der anschließenden zentralen Veranstaltung in der Stuttgarter Liederhalle beging der Bund der Vertriebenen Baden-Württemberg am 20. September den diesjährigen Tag der Heimat. Auch der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes der Donauschwaben, Jürgen Harich, nahm an beiden Veranstaltungen teil.



Der Tag begann mit der Gedenkstunde am Mahnmal für die Opfer von Flucht und Vertreibung im Kurpark Stuttgart-Bad Cannstatt. Vor der Kranzniederlegung hielt Joschi Ament von der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn (LDU) die Ansprache. Im Mittelpunkt standen das Gedenken an die Opfer von Krieg, Flucht und Vertreibung sowie die Erinnerung an die Menschen, die ihre Heimat verloren und sich unter schwierigen Bedingungen ein neues Leben aufbauen mussten.


Thomas Strobl, Präsident des baden-württembergischen Landtages, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung dieser Erinnerung für die kommenden Generationen. Zugleich würdigte er die enorme Integrationsleistung der Heimatvertriebenen und ihre Rolle als Brückenbauer zwischen alter und neuer Heimat.


Am Nachmittag wurde der Tag der Heimat in der Stuttgarter Liederhalle mit der zentralen Veranstaltung fortgesetzt. Nach der Begrüßung durch Hartmut Liebscher, Landesvorsitzender des Bundes der Vertriebenen Baden-Württemberg, folgten Grußworte von Muhterem Aras MdL, Vizepräsidentin des Landtags von Baden-Württemberg, sowie von Ministerialdirektorin Isabel Kling aus dem Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat.


Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Festansprache von Stephan Mayer MdB, Präsident des Bundes der Vertriebenen. In seiner Ansprache stellte er die Bedeutung von Erinnerung, Verantwortung und dem Erhalt des kulturellen Erbes der Heimatvertriebenen heraus. Damit knüpfte er unmittelbar an das Leitwort der Veranstaltung „Bekenntnis und Verantwortung: Unser Kulturgut verbindet Europa“ an.


Im Mittelpunkt des Nachmittags standen das kulturelle Erbe der deutschen Heimatvertriebenen und dessen Bedeutung für Verständigung und europäisches Miteinander. Die Veranstaltung machte deutlich, dass Erinnerungskultur und gelebte Traditionen miteinander verbunden sind und einen Beitrag dazu leisten können, Geschichte auch für nachfolgende Generationen lebendig zu halten.


Einen besonderen donauschwäbischen Akzent setzte die Donauschwaben-Gemeinschaft aus Mosbach, die das Kulturprogramm mitgestaltete. Die Gesangsgruppe präsentierte donauschwäbisches Kulturgut, während die donauschwäbische Jugendtanzgruppe mit ihren schwungvollen Tänzen eindrucksvoll zeigte, dass die überlieferten Traditionen auch von der jüngeren Generation weitergetragen werden.


Gemeinsam mit den Kulturgruppen weiterer Landsmannschaften entstand ein abwechslungsreiches Programm, das die unterschiedlichen Traditionen der deutschen Heimatvertriebenen aus Mittel- und Südosteuropa zusammenführte. Musik und Tanz machten dabei nicht nur die Vielfalt des kulturellen Erbes sichtbar, sondern zeigten zugleich, wie lebendig diese Traditionen bis heute sind.


Von Renata Trischler und Jürgen Harich

 
 
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