Stefan-Jäger-Ausstellung
Aktualisiert: vor 2 Tagen
Eröffnung im Haus der Donauschwaben Sindelfingen
Das Haus der Donauschwaben in Sindelfingen war am 30. September 2026 sehr gut gefüllt: In angenehmer Atmosphäre wurde die neue Stefan-Jäger-Ausstellung eröffnet. Sie widmet sich dem bedeutenden donauschwäbischen Maler, dessen Werke Einblicke in das Leben und die Kultur der Donauschwaben vermitteln.
Zu den zahlreichen Gästen zählten Vlad Vasiliu, Generalkonsul von Rumänien in Stuttgart, und Johannes Martin Kärcher, Honorarkonsul der Föderativen Republik Brasilien in Stuttgart. Ebenso waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verbänden anwesend. Für den Bundesverband der Donauschwaben nahmen Bundesvorsitzender Jürgen Harich und HOG-Betreuer Gerhard Harich an der Eröffnung teil. Dr. Violeta Bakia, Leiterin des Hauses der Donauschwaben in Sindelfingen, begrüßte die Gäste gemeinsam mit ihrem Team.
In seinem Grußwort würdigte Staatssekretär Raimund Haser MdL, Vorstandsvorsitzender des Hauses der Donauschwaben, die Bedeutung der Ausstellung für die Erinnerungskultur. Sein besonderer Dank galt den Ehrengästen sowie den Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, BdV, Weltdachverband, Landsmannschaften und Heimatortsgemeinschaften. Hervorgehoben wurde auch die Zusammenarbeit mit dem Donauschwäbischen Zentralmuseum und dessen Team. Dr. Swantje Volkmann, Kulturreferentin für den Donauraum, nahm ebenfalls an der Eröffnung teil.
Im Mittelpunkt des Nachmittags standen Leben und Werk Stefan Jägers. Nikolaus Horn vom Stefan-Jäger-Archiv führte kenntnisreich in die Künstlerbiografie ein und zeichnete wichtige Stationen im Leben des Malers nach. Herwig Horn stellte anschließend die ausgestellten Gemälde vor und erläuterte deren Motive und Bedeutung.
Stefan Jägers Kunst war eng mit der Lebenswelt der Donauschwaben verbunden. In seinen Bildern hielt er Alltag, Arbeit, Feste, Trachten und Bräuche fest. Seine Gemälde sind daher nicht nur künstlerische Momentaufnahmen, sondern auch Zeugnisse einer vergangenen Lebenswelt und wichtige Quellen zur Geschichte und Kultur der Donauschwaben.
Die beiden Referenten fassten dies in einem Satz zusammen: „Die Menschen und ihre Welt sind vergangen. In den Werken Stefan Jägers aber leben sie weiter.“ Darin liegt auch die besondere Bedeutung der Ausstellung: Sie verbindet Kunst, Geschichte und Erinnerung und vermittelt einen anschaulichen Zugang zur donauschwäbischen Kulturgeschichte.
Die gute Resonanz auf die Eröffnung zeigte das weiterhin bestehende Interesse an der Geschichte und Kultur der Donauschwaben. Mit der Ausstellung bietet das Haus der Donauschwaben die Möglichkeit, Stefan Jägers Werk und die darin dokumentierte Lebenswelt näher kennenzulernen.
Von Jürgen Harich


