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Kuratoriumssitzung des Zentrums gegen Vertreibungen in Berlin

  • 26. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Apr.


Bei der Kuratoriumssitzung der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen am 22. April in Berlin standen sowohl personelle Weichenstellungen als auch die zukünftige inhaltliche Ausrichtung im Mittelpunkt. Der Vorsitzende Peter Beuth begrüßte die Mitglieder und Gäste, bevor Klaus-Peter Willsch MdB, Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, in seinem Grußwort die Bedeutung der Stiftungsarbeit im aktuellen gesellschaftlichen Kontext hervorhob.


Das Zentrum gegen Vertreibungen setzt seine Tätigkeit weiterhin konsequent fort und bleibt eine zentrale Institution in der Erinnerung, Aufklärung und Dokumentation von Flucht und Vertreibung. Mit Ausstellungen, wissenschaftlichen Beiträgen sowie nationalen und internationalen Kooperationen trägt die Stiftung dazu bei, historische Zusammenhänge aufzuarbeiten und zugleich den Blick auf gegenwärtige globale Migrationsbewegungen zu richten.


Ein besonderer Schwerpunkt der Sitzung lag auf dem Wechsel in der Stiftungsleitung nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Dr. Christean Wagner. Mit der Neubesetzung durch den früheren hessischen Innenminister Peter Beuth verbindet sich die Erwartung, die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortzuführen und zugleich neue inhaltliche Impulse zu setzen. Ziel ist es, die Sichtbarkeit der Themen weiter zu stärken und die Arbeit des Zentrums zukunftsorientiert auszubauen.


Gerade vor dem Hintergrund aktueller Debatten über Migration, Identität und Erinnerungskultur kommt der Arbeit des Zentrums eine wachsende Bedeutung zu. Es versteht sich als Plattform für Dialog, Verständigung und Versöhnung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit historischen und gegenwärtigen Erfahrungen von Flucht und Vertreibung.


Der Bundesverband der Donauschwaben begrüßt die Weiterentwicklung der Stiftung ausdrücklich und wird deren Arbeit auch künftig aktiv begleiten und unterstützen. Die Beschäftigung mit den Folgen von Flucht und Vertreibung bleibt ein zentrales Anliegen – nicht nur für die Erlebnisgeneration, sondern auch für nachfolgende Generationen.


Von Jürgen Harich


 
 
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