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Heimatreise der Heimatortsgemeinschaft Siwatz

  • 23. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Apr.



Die fünftägige Osterreise der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Siwatz hat auch in diesem Jahr eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig die Verbindung zur alten Heimat geblieben ist. Unter der Leitung von Waltraud Dinges reiste die Gruppe nach Serbien –  zeitweise begleitet von Jürgen Harich, dem Bundesvorsitzenden des Bundesverbandes der Donauschwaben.


Ausgangspunkt der Reise war Belgrad, von wo aus erste Stationen wie Semlin (Franztal) und Sombor besucht wurden. Dort blieb neben Stadtspaziergängen vor allem der Empfang im Deutschen Verein St. Gerhard in Erinnerung, der seit Jahren als kulturelle Anlaufstelle dient und von der HOG erneut mit Spenden unterstützt wurde.


Ein stiller, bewegender Moment prägte den Besuch in Gakowo: Mit einer Gedenkminute und Blumenniederlegungen erinnerte die Gruppe an die Opfer der Nachkriegszeit. Für zwei Teilnehmerinnen erhielt dieser Augenblick eine besonders persönliche Dimension – ihre Großväter waren hier ums Leben gekommen.


Im Mittelpunkt der Reise stand der Aufenthalt im Heimatort Sivac (Siwatz). Neben herzlichen Begegnungen mit den Bewohnern wurde vor allem die Entwicklung des Ortes sichtbar: erneuerte Straßen, gepflegte Häuser und blühende Gärten vermittelten ein frühlingshaftes, hoffnungsvolles Bild. Gleichzeitig blieb Zeit für individuelle Erkundungen und Gespräche.

Auch Ausflüge in die Umgebung verbanden Geschichte mit Gegenwart. In Novi Sad etwa wurde eine Kirche besucht, in der die Glocken der ehemaligen Neu-Siwatzer reformierten Kirche erklingen – ein Moment, der viele Teilnehmer spürbar bewegte. Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug nach Mali Stapar mit seiner historischen Mühle und dem Naherholungsgebiet sowie ein Spaziergang zur Statue der kopflosen Pannonia.


Besonders eindrücklich blieb jedoch das persönliche Erleben im Ort selbst: die Besichtigung der teilweise renovierten reformierten Kirche, die Fahrt mit dem Feuerwehrauto durch Siwatz oder die Einladung in das ehemalige Dinges-Haus. Dort wurde die Gruppe in einer liebevoll erhaltenen Sommerküche mit frisch zubereiteten Palatschinken bewirtet – ein Stück Alltagskultur, das Vergangenheit und Gegenwart auf ganz unmittelbare Weise verband. Das Anwesen, mit viel Sorgfalt im Originalzustand bewahrt, wurde dabei selbst zum Zeugnis gelebter Geschichte.


Den Abschluss bildete ein gemeinsames Abschiedsessen mit traditionellem Kesselgulasch, gewürzt mit dem typischen Siwatzer Paprikapulver. In geselliger Runde wurden Erinnerungen geteilt, Eindrücke vertieft und neue Verbindungen geknüpft.


Die Heimatreise machte deutlich: Es sind nicht nur Orte, sondern vor allem Begegnungen und persönliche Geschichten, die die Verbindung zu Siwatz tragen. Mit vielen Eindrücken und bewegenden Momenten kehrten die Teilnehmer zurück – und mit der Vorfreude auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.


Von Waltraud Dinges


 
 
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