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Geschichte in Kinderschuhen

  • 21. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Podcast nimmt Kindheiten im Donauraum in den Blick



Wie war es, als Kind im Donauraum aufzuwachsen? Welche Rolle spielten Familie, Schule, Flucht, Migration und kulturelle Vielfalt für das Leben junger Menschen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der neue Podcast „Geschichte in Kinderschuhen. Aufwachsen im Donauraum“, den das Institut für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europa (IKDE) aus Freiburg veröffentlicht hat.


In insgesamt sechs Episoden begeben sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Tilman Kasten, Jana Stöxen und Sarah Wirschke gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Ländern auf eine spannende Spurensuche durch den Donauraum. Historische Tonaufnahmen, wissenschaftliche Gespräche, persönliche Erinnerungen und kulturwissenschaftliche Einordnungen verbinden sich dabei zu einem facettenreichen Bild der Kindheit in einer Region, die seit Jahrhunderten von kultureller Vielfalt, Migration und Begegnung geprägt ist.


Für die Donauschwaben besitzt dieses Projekt eine besondere Bedeutung. Die Erfahrungen des Aufwachsens in den Siedlungsgebieten entlang der Donau, die Auswirkungen von Krieg, Vertreibung und Neuanfang sowie die Bewahrung kultureller Identität werden aus einer neuen Perspektive beleuchtet. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf die Frage, welche Bedeutung diese Erfahrungen für das heutige Zusammenleben in Europa haben.


Die erste Folge führt die Hörerinnen und Hörer in das Donauschwäbische Zentralmuseum (DZM) nach Ulm. Unter dem Titel „Spurensuche am Donauschwäbischen Zentralmuseum – Kindheit und Jugend im Donauraum“ sprechen der Direktor des Museums, Tamás Szalay, und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Henrike Hampe über die Geschichte der Donauschwaben und darüber, wie sich Kindheiten anhand von Museumsobjekten und persönlichen Erinnerungen nachvollziehen lassen.


Tamás Szalay schildert dabei nicht nur die historischen Entwicklungen der donauschwäbischen Gemeinschaft, sondern berichtet auch von seiner eigenen Biografie als „Kind der Donau“. Henrike Hampe gibt spannende Einblicke in die Museumsarbeit und zeigt, wie Alltagsgegenstände aus unterschiedlichen Epochen die Lebenswelten von Kindern im Donauraum sichtbar machen.


Ergänzt wird die Episode durch ein Gespräch mit Carmen Stadelhofer vom internationalen Bildungsnetzwerk ILEU e. V., die erläutert, wie grenzüberschreitende Begegnungen und kultureller Austausch bis heute neue Verbindungen zwischen den Menschen entlang der Donau schaffen.


Der Podcast entstand im Rahmen des Projekts „Everyday Danube – Open Educational Resource zu Alltagskultur im Donauraum“ und wird von der Baden-Württemberg Stiftung im Programm Perspektive Donau gefördert. Ziel des Projekts ist es, Geschichte und Alltagskultur des Donauraums insbesondere für jüngere Generationen auf moderne und leicht zugängliche Weise erlebbar zu machen.


Jeden Donnerstag erscheint eine weitere Folge der sechsteiligen Reihe. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts, Deezer oder GetPodcast verfügbar. Die erste Folge ist auch hier aufrufbar: Geschichte in Kinderschuhen. Aufwachsen im Donauraum


Von Jürgen Harich

 
 
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