Bundesversammlung der Donauschwaben 2026
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Aktualisiert: vor 3 Tagen
Kurs auf Kontinuität und Weiterentwicklung
Am 18. April 2026 hat der Bundesverband der Donauschwaben in Sindelfingen auf seiner Bundesversammlung Bilanz gezogen – und zentrale Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Im Fokus standen Rückblick, politische Vernetzung und die strategische Weiterentwicklung des Verbandes.
Nach einem Grußwort durch die neue Hausleitung des Hauses der Donauschwaben, Dr. Violeta Bakia, zeigten die Berichte des Bundesvorstandes und der HOG-Beauftragten ein sehr aktives Jahr: Gedenkveranstaltungen – insbesondere im Kontext von „80 Jahre Flucht, Vertreibung und Neubeginn“ –, kulturelle Projekte, wissenschaftliche Tagungen und internationale Begegnungen prägten die Arbeit. Auch das 75-jährige Verbandsjubiläum mit seinem Festabend und der Herausgabe der Festschrift wurde als wichtiger Meilenstein hervorgehoben. Parallel dazu konnte der Verband seine Kontakte nach Berlin ausbauen.
Ein würdevoller Moment war das Totengedenken. Stellvertretend wurde dabei an Paul Beiwinkler erinnert, dessen langjähriges Engagement für die donauschwäbische Gemeinschaft besonders gewürdigt wurde.
Mit Blick nach vorn stehen Digitalisierung, stärkere Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliedergewinnung im Zentrum. Der Verband will seine kulturelle und gesellschaftliche Rolle weiter schärfen und seine Präsenz im öffentlichen Diskurs ausbauen.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der kulturellen und wissenschaftlichen Arbeit. Besonders hervorgehoben wurden Fachtagungen zur donauschwäbischen Geschichte, die Teilnahme an der Leipziger Buchmesse sowie vielfältige Kooperationen mit anderen Landsmannschaften und Institutionen. Diese Aktivitäten verdeutlichen den Anspruch des Bundesverbandes, das kulturelle Erbe der Donauschwaben nicht nur zu bewahren, sondern aktiv in die gesellschaftliche Diskussion einzubringen.
Die Versammlung entlastete den Bundesvorstand und bestätigte ihn bei den turnusmäßigen Neuwahlen mit großer Mehrheit im Amt – ein klares Signal für Kontinuität und den fortgesetzten Generationswechsel.
Zum Abschluss wurde Waltraud Dinges für ihr jahrzehntelanges Engagement mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Besonders ihr Einsatz auf Bundesebene, unter anderem als Bundesschatzmeisterin, wurde mit großem Respekt gewürdigt.
Der neue Bundesvorstand besteht aus:
Jürgen Harich, Bundesvorsitzender
Thomas Dapper, stellv. Bundesvorsitzender
Renata Trischler, stellv. Bundesvorsitzende
Dieter Weber, stellv. Bundesvorsitzender
Waltraud Dinges, Bundesschatzmeisterin
Klaus Didio, Bundesschriftführer
Maja Kirschenheuter, Bundesjugendleiterin.
Des Weiteren wurden Gerhard Harich und Bernhard Hunger als Vertreter der Heimatortsgemeinschaften, Anna Kunz und Paul Nägl als Kassenprüfer sowie Roland Groh als stellv. Kassenprüfer gewählt.
Als Geschäftsführerin wurde Bianca Groß vom Bundesvorstand benannt und vorgestellt.
Die Bundesversammlung stand insgesamt im Zeichen einer erfolgreichen Weiterentwicklung. Nach einem arbeitsintensiven Jahr sieht sich der Verband gut aufgestellt für kommende Herausforderungen. Schwerpunkte bleiben der Ausbau politischer Kontakte, eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit und die Gewinnung neuer Mitglieder.
Mit dem Ausblick auf weitere Projekte und einem ausdrücklichen Dank an die Engagierten endete die Versammlung in einer Atmosphäre von Zusammenhalt und Zuversicht.
Von Klaus Didio


















