75 Jahre Stadtverband Speyer der Donaudeutschen Landsmannschaft
- 25. Apr.
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Aktualisiert: vor 3 Tagen
Ein Jubiläum, das Geschichte lebendig hält
Mit einem feierlichen Festakt hat der Stadtverband Speyer der Donaudeutsche Landsmannschaft am 29. März 2026 sein 75-jähriges Bestehen begangen – ein Anlass, der nicht nur zum Rückblick, sondern auch zum bewussten Innehalten einlud. Zahlreiche Mitglieder, Wegbegleiter und Ehrengäste folgten der Einladung und machten die Veranstaltung zu einem eindrucksvollen Zeugnis gelebter Tradition und Gemeinschaft.
Schon der musikalische Auftakt setzte den Ton: Das Akkordeonorchester Sogno-Ranzenberger eröffnete die Feier mit klangvoller Leichtigkeit und schuf eine Atmosphäre zwischen Festlichkeit und Vertrautheit. Vorsitzender Siegfried Liebel knüpfte daran an und betonte in seiner Begrüßung die besondere Rolle des Vereins – als kulturelles Gedächtnis und als verbindendes Element über Generationen hinweg.
Prominente Stimmen unterstrichen die Bedeutung des Jubiläums. Stefanie Seiler, Oberbürgermeisterin von Speyer, würdigte den Stadtverband als festen Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt. Auch Landesvorsitzender Paul Nägl hob die identitätsstiftende Kraft der Landsmannschaft hervor – insbesondere in einer Zeit, in der Traditionen zunehmend bewusst gepflegt werden müssen.
Ein bewegender Moment folgte mit dem historischen Rückblick von Ehrenmitglied Josef Jerger. Seine Schilderungen spannten den Bogen von den Anfängen nach dem Krieg bis in die Gegenwart – geprägt von Engagement, Zusammenhalt und unermüdlicher kultureller Arbeit. Die Geschichte des Vereins wurde dabei nicht nur erzählt, sondern spürbar.
Lebendig wurde das Erbe auch auf der Bühne: Die Donaudeutsche Trachtengruppe Speyer begeisterte mit traditionellen Tänzen wie „Schwedisch-Schottisch“ und „Wixberscht“. Später folgten mit der „Changier Quadrille“ und der „Urlauberpolka“ weitere Darbietungen, die eindrucksvoll zeigten, wie viel Energie und Ausdruckskraft in diesem Brauchtum steckt. Das Publikum honorierte die Auftritte mit langanhaltendem Applaus.
Musikalisch setzte das Akkordeonorchester weitere Akzente – unter anderem mit Klassikern wie den „Donauwellen Walzer“, der „Amselpolka“ und „Wenn der Wein blüht“. Die Stücke verbanden auf stimmige Weise Tradition und Geselligkeit und unterstrichen den Charakter der Veranstaltung als lebendiges Kulturfest.
Den Abschluss bildeten Worte des Dankes an alle Mitwirkenden, bevor das gemeinsame Mittagessen Raum für Gespräche, Erinnerungen und neue Begegnungen bot.
Das Jubiläum machte deutlich: Die donauschwäbische Kultur ist in Speyer nicht nur bewahrt, sondern lebendig. Der Stadtverband bleibt ein Ort, an dem Geschichte weitergegeben wird – und Zukunft entsteht.
Von Jürgen Harich






















