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Zeichen gegen das Vergessen setzen

  • Donauschwaben
  • 7. Mai 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Mai 2025

Jahresempfang des BdV 2025 würdigt 80 Jahre nach Kriegsende das Erbe der Vertriebenen




Unter dem Leitmotiv „Erinnern – Bewahren – Gestalten“ lud der Bund der Vertriebenen (BdV) zum traditionellen Jahresempfang in die Hauptstadt. Anlass war das 80. Gedenkjahr zum Ende des Zweiten Weltkriegs – und damit auch zu Flucht, Vertreibung und der bis heute spürbaren Nachwirkungen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Diplomatie, Kultur und Zivilgesellschaft waren zahlreich erschienen – darunter Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf.


Klares Signal gegen das Vergessen


BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius eröffnete die Veranstaltung mit einer eindringlichen Rede. Er warnte vor jeglichen Versuchen, einen Schlussstrich unter die Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen und Vertreibung zu ziehen: „Wer die Erinnerung an die Opfer verdrängt, verrät unsere historische Verantwortung.“ Besonderes Augenmerk legte er auf das Schicksal der deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa. Ihr kulturelles Erbe müsse nicht nur bewahrt, sondern aktiv gefördert werden.


Hochkarätige politische Unterstützung


Innenministerin Nancy Faeser würdigte in ihrer Ansprache die Charta der Heimatvertriebenen von 1950 als „Leuchtturm der Menschlichkeit“ und hob deren Bedeutung im Kontext aktueller Konflikte hervor: „Frieden und Völkerverständigung bleiben unsere Antwort auf Nationalismus.“Auch Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf unterstrich die Notwendigkeit einer lebendigen Erinnerungskultur: Sie solle „Brücken schlagen – zwischen Generationen und Nationen.“


Internationale Präsenz und konkrete Impulse


Neben zahlreichen Repräsentanten der Landsmannschaften nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Minderheiten aus über zehn Ländern teil – darunter aus Rumänien, Polen und Kasachstan. Dr. Fabritius forderte in diesem Kontext mehr Unterstützung für Bildungs- und Jugendprojekte sowie digitale Initiativen zur Sicherung von Zeitzeugenberichten: „Die Vertreibung darf nicht nur ein Kapitel im Geschichtsbuch sein – sie muss Teil unserer Identität werden.“

Auch der Bundesverband der Donauschwaben war stark vertreten: Präsident Jürgen Harich sowie die beiden Vizepräsidenten Renata Trischler und Thomas Dapper nutzten die Gelegenheit, den Austausch mit Politik und Partnerorganisationen zu vertiefen.


Von Renata Trischler

 
 

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