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Gedenken mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ungarns Staatspräsident Dr. Tamás Sulyok

  • 28. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Jan.

80 Jahre Vertreibung der Ungarndeutschen



Am 19. Januar versammelten sich in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft zur zentralen Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestags der Vertreibung der Ungarndeutschen. Gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ungarns Staatspräsident Dr. Tamás Sulyok wurde der Opfer von Flucht, Enteignung und Deportation gedacht und zugleich ein eindrucksvolles Zeichen für Versöhnung und Verständigung gesetzt.


In seiner Rede erinnerte Bundespräsident Steinmeier daran, dass sich Deutsche und Ungarn heute ausgerechnet an jenem Datum begegnen, an dem 1946 die Vertreibung der Deutschen aus Ungarn offiziell begann – nun jedoch „in friedlicher und versöhnlicher Absicht“. Besonders würdigte er den Beschluss des ungarischen Parlaments, einen nationalen Gedenktag für dieses Unrecht einzurichten. Dies sei, so Steinmeier, „einer der bemerkenswertesten und außerordentlichen Versöhnungsschritte“, da historisches Unrecht nicht nur benannt, sondern bewusst ins nationale Gedächtnis aufgenommen werde.


Zuvor sprachen Seine Exzellenz Dr. Péter Györkös, Botschafter von Ungarn in Berlin, sowie die Bayerische Staatsministerin Ulrike Scharf, die die Bedeutung des Gedenkens für die deutsch-ungarischen Beziehungen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt betonten. Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, moderiert.


Einen besonders bewegenden Akzent setzte das Zeitzeugengespräch mit Anna Hahn, geboren 1934 in Pusztavám, die eindrücklich von ihrer Flucht, dem Verlust der Heimat und dem Ankommen in Bayern berichtete. Ihre persönlichen Erinnerungen machten das historische Geschehen auf berührende Weise erfahrbar.


Die Donauschwaben waren bei der Gedenkveranstaltung durch ihren Bundesvorsitzenden Jürgen Harich vertreten. Das Kulturzentrum Haus der Donauschwaben Bayern nahm mit Bianca Groß, Vizevorsitzende, sowie Gaby Schilcher, Geschäftsführerin, teil.


Beim anschließenden Empfang von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender bot sich in den historischen Räumen der Residenz die Gelegenheit zu persönlichem Austausch mit zahlreichen Gästen aus Politik und Gesellschaft, darunter Dr. Petra Loibl MdL, Bayerische Aussiedlerbeauftragte, Markus Rinderspacher MdL, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Gábor Tordai-Lejkó, Generalkonsul von Ungarn in Bayern, Prinz Ludwig von Bayern, Stephan Meyer MdB, Präsident des Bundes der Vertriebenen, Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Georg Hodolitsch, Landesvorsitzender der Ungarndeutschen in Bayern, Olívia Schubert, Präsidentin der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN), Dr. Wolfgang Freytag, Leiter des Referats Vertriebenenpolitik und grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bayerischen Sozialministerium, Dr. hc. Christian Knauer, Landesvorsitzender des BdV Bayern, Hartmut Liebscher, BdV-Landesvorsitzender aus Baden-Württemberg, Tamás Szalay, Direktor des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm, Dr. Christine Absmeier, Leiterin des Hauses der Heimat Stuttgart, Bundesvorsitzender Peter-Dietmar Leber und Landesvorsitzender Harald Schlapansky von den Banater Schwaben, Dr. Lilia Antipow, Haus des Deutschen Ostens, Thomas Erös, Bundesvorsitzender der Sathmarer Schwaben, sowie Brigitte Bornemann, Bundesvorsitzende des Bessarabiendeutschen Vereins.



 
 
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