Frühling, Vielfalt, volle Räume
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Aktualisiert: vor 1 Tag
Ostermarkt bringt Leben ins Haus der Heimat in Stuttgart
Der Ostdeutsche Ostermarkt hat das Haus der Heimat in Stuttgart auch 2026 wieder in einen lebendigen Treffpunkt verwandelt. Am 21. März strömten zahlreiche Besucherinnen und Besucher durch die Räume, stöberten, probierten und kamen ins Gespräch – ein gelungener Auftakt in die Osterzeit.
Zwischen kunstvoll gestalteten Ostereiern, Trachten, Büchern und musikalischen Raritäten präsentierten die Landsmannschaften und Verbände die kulturelle Vielfalt der Vertriebenen- und Spätaussiedlergemeinschaften. Auch kulinarisch ließ der Markt keine Wünsche offen: Donauschwäbische Oblaten, Königsberger Marzipan, Bärenfang sowie schlesischer Mohn- und Streuselkuchen sorgten für vertraute Geschmäcker und neugierige Entdeckungen.
„Über den ganzen Tag hinweg war viel los – und vor allem: Es wurde gesprochen“, resümierte Organisator Hartmut Liebscher, Vorsitzender der DJO Baden-Württemberg. Besonders erfreulich sei die Vielfalt der Stände gewesen. Einige Organisationen kehrten nach längerer Pause zurück, wodurch ein geschlossenes und abwechslungsreiches Gesamtbild entstanden sei.
Mehr als nur ein Markt: Parallel öffneten auch die Bibliothek und die aktuelle Ausstellung im Haus der Heimat ihre Türen. Die Schau „Ein Gentleman auf Schlesien-Reise. Die Briefe des John Quincy Adams“ wurde durch Führungen ergänzt, die auf großes Interesse stießen und das Angebot sinnvoll erweiterten.
Die Idee hinter dem Ostermarkt reicht mehr als zwei Jahrzehnte zurück. Von Anfang an ging es nicht nur um ein internes Treffen, sondern bewusst auch um Außenwirkung: Menschen außerhalb der eigenen Reihen sollten angesprochen und eingeladen werden. Ebenso wichtig bleibt bis heute der Austausch unter den Landsmannschaften selbst – eine Gelegenheit, die im Jahresverlauf sonst selten entsteht.
Auch der Bundesverband der Donauschwaben sowie der Landesverband Baden-Württemberg der Landsmannschaft der Donauschwaben waren in diesem Jahr mit Ständen vertreten und nutzten die Gelegenheit für Gespräche. Die Präsenz wurde von den Besucherinnen und Besuchern besonders gut angenommen und unterstrich die wachsende Vernetzung innerhalb der Verbände.
Mit Blick auf ein mögliches 20-jähriges Jubiläum in den kommenden Jahren wird deutlich, dass solche Veranstaltungen vom Engagement vieler Ehrenamtlicher leben. Dieses zu sichern, bleibt eine zentrale Aufgabe.
Der Ostermarkt 2026 hat einmal mehr gezeigt: Tradition lebt dort, wo Menschen zusammenkommen – offen, vielfältig und im persönlichen Austausch.
Von Jürgen Harich




























