Ein Fenster in die Vergangenheit – und in die Zukunft
- Donauschwaben
- 28. Mai 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Mai 2025
Neu gestaltete Ausstellungsvitrine im Haus der Donauschwaben eröffnet
Im Mai hat das Haus der Donauschwaben in Haar einen sichtbaren Schritt in seiner Weiterentwicklung präsentiert: Die Ausstellungsvitrine im Foyer zeigt sich nun in neuer, moderner Gestaltung. Zahlreiche Gäste waren bei der feierlichen Eröffnung dabei und entdeckten erstmals die neu gestaltete Präsentation, die zentrale Objekte aus der Sammlung zeigt und in drei Kapiteln wesentliche Etappen der donauschwäbischen Geschichte erzählt – anschaulich, persönlich und berührend.
Die Vitrine gliedert sich in drei Themenbereiche: Ansiedlung in der alten Heimat, Tracht und Erinnerung sowie Flucht und Fluchtobjekte. Jeder Abschnitt ist mit historischen Fotografien hinterlegt, die den Bezug zu den ausgestellten Stücken herstellen und den Besucherinnen und Besuchern Raum für eigene Erinnerungen oder Fragen eröffnen.
Gezeigt werden unter anderem ein detailgetreues Hausmodell, eine Uniform des „Kleinrichters“, verschiedene festliche Trachten sowie eine originale Fluchtkiste, die eindrücklich von Verlust, Aufbruch und Überleben erzählt. Die Objekte stammen aus Familiennachlässen, wurden restauriert und sorgfältig kontextualisiert. Sie stehen exemplarisch für das kulturelle Gedächtnis der Donauschwaben und laden zur Auseinandersetzung mit deren Geschichte ein.
Die Neukonzeption wurde vom Museumsgestalter Erich Hackel und seinem Team umgesetzt. Die Textilrestauratorin Teresia von Waldburg übernahm die fachgerechte Aufbereitung der empfindlichen Kleidungsstücke. Unterstützung bei der Ausstattung der Figurinen kam von den ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen Evi Hübner und Wilma Duran, die ihre donauschwäbische Expertise und große Erfahrung in das Projekt einbrachten.
Die Neugestaltung wurde durch ein Projektbudget für Heimatstuben vom Haus des Deutschen Ostens gefördert. Ohne diese Unterstützung wäre die Umsetzung in dieser Form nicht möglich gewesen.
Die neue Ausstellungsvitrine steht als Zeichen für einen behutsamen, aber konsequenten Modernisierungskurs im Haus der Donauschwaben in Haar. Sie verbindet historische Tiefe mit zeitgemäßer Gestaltung – und macht deutlich: Die Geschichte der Donauschwaben ist nicht abgeschlossen. Sie lebt weiter, in Objekten, Erinnerungen und Begegnungen.
Ein Besuch im Haus der Donauschwaben lohnt sich – für alle, die Geschichte nicht nur sehen, sondern verstehen wollen.
Von Daniela Güthner














