Donau-Flaschenpost: Neue Folge von Stephan Ozsváth widmet sich Identität und Heimat im Donauraum
- 16. Feb.
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Panel mit Autorinnen und Journalistinnen auf der Leipziger Buchmesse

Pünktlich zur Leipziger Buchmesse ist die vierte Ausgabe der „Donau-Flaschenpost“ von Stephan Ozsváth erschienen. Darin geht es um zentrale Fragen rund um den Donauraum: Kulturen, Konflikte und Kräfte, Identität im Wandel, die Debatte um „Russkij mir“ und europäische Werte sowie „Donauschwaben 2.0“. Damit verbunden ist auch die Frage, welche Heimat heute für viele Menschen mit donauschwäbischen Wurzeln eine Rolle spielt.
Diese Themen werden auch auf der Buchmesse selbst aufgegriffen. Bei einem Panel auf der Donaubühne sprechen Sigrid Katharina Eismann vom danube books Verlag, Sabine Zaplin von der Süddeutsche Zeitung, Betty Boras vom Hanser Verlag sowie Nadine Schneider vom Jung & Jung. Gemeinsam sprechen sie über Geschichte, Literatur und Gegenwart des Donauraums und darüber, wie sich Identität über Generationen hinweg verändert.
Termin: Donnerstag, 19. März 2026, 15 Uhr, Donaubühne, Halle 4, Leipziger Buchmesse.
Der Donauraum selbst steht dabei im Mittelpunkt – eine Region, die seit Jahrhunderten in Bewegung ist. Grenzen verschieben sich, Reiche entstehen und vergehen, Siedlungsräume verändern sich, und immer wieder brechen Menschen zu neuen Ufern auf oder werden auseinandergerissen. Im 18. Jahrhundert war die Donau nicht nur eine Wasserstraße zum Glück für deutsche Auswanderer, die sogenannten „Donauschwaben“. Über sie wurden auch Aufmüpfige und Unliebsame deportiert.
Eine persönliche Perspektive bringt dabei Sigrid Katharina Eismann ein: Die Autorin der Romane „Das Paprikaraumschiff“ und „Mein innerer Schwarzwald“ ist Nachfahrin der Salpeterer aus dem Hotzenwald und in Timișoara aufgewachsen. Auch Betty Boras verbindet biografische Erfahrungen mit Literatur. Sie stammt aus Oradea und lebt heute in der Nähe von Stuttgart. In ihrer Arbeit greift sie unter anderem die sogenannten „Wasserschübe“ der Kaiserin Maria Theresia auf – deren Keuschheitskommission wollte Wien einst von „liederlichen Frauen“ befreien. Beide Autorinnen leben heute in Deutschland. Doch die Frage bleibt: Was bedeutet Heimat für sie heute?
Die Donau-Flaschenpost ist überall verfügbar, wo es Podcasts gibt.
Von Gabriele Schilcher


