Diözesantagung 2026 der Ackermann-Gemeinde in Schwäbisch Gmünd
- 17. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Geschichte verstehen, Gegenwart gestalten – ein Tag des Austauschs und der Begegnung
Am Samstag, den 24. Januar 2026, kam die Ackermann-Gemeinde der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Schwäbisch Gmünd zu ihrer Diözesantagung zusammen. Im Mittelpunkt standen Geschichte, Gegenwart und die weltweite Vernetzung der Donauschwaben. Für die Teilnehmenden wurde es ein intensiver Tag voller Impulse, Gespräche und persönlicher Begegnungen.
Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Rainer Bendel eröffnete Robert Pech M.A. aus Leipzig das Tagungsprogramm. In seinem Vortrag widmete er sich dem Begriff und der Geschichte der „Donauschwaben“. Dabei machte er deutlich, dass es sich um einen historisch gewachsenen Sammelbegriff mit politischen Intentionen handelt, hinter dem sich sehr unterschiedliche Erfahrungen der Deutschen in Ungarn, im ehemaligen Jugoslawien und in Rumänien verbergen. Besonders eindrücklich ordnete er die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ein – mit Lagern, Deportationen und dem Leben unter totalitären Regimen, die viele Biografien nachhaltig geprägt haben.
Im zweiten Vortrag richtete Jürgen Harich, Präsident des Weltdachverband der Donauschwaben und Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Donauschwaben, den Blick auf die Gegenwart. Er sprach über die Donauschwaben weltweit im Jahr 2026 und berichtete aus persönlicher wie organisatorischer Perspektive von aktuellen Initiativen, kulturellem Engagement und der Bedeutung internationaler Vernetzung. Dabei wurde deutlich, wie lebendig das donauschwäbische Kulturleben bis heute ist – und welche Rolle die Donauschwaben als Brückenbauer über Ländergrenzen hinweg spielen.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen bot die anschließende Aussprache Raum für Fragen, Diskussionen und persönliche Beiträge aus dem Kreis der Teilnehmenden. Der lebhafte Austausch zeigte, wie groß das Interesse an Themen wie Identität, Erinnerung, kulturelle Pflege und Zukunftsperspektiven ist. Bei Kaffee und Kuchen klang die Tagung schließlich in angenehmer Atmosphäre aus und gab Gelegenheit zu weiteren Gesprächen.
So machte die Diözesantagung 2026 deutlich, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Donauschwaben für das Verständnis der Gegenwart bleibt – und wie wertvoll der gemeinsame Dialog für die Bewahrung von Kultur, Glauben und Gemeinschaft ist.
Von Thomas Dapper












