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Die Schönheit der alten Heimat

  • 20. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Malwettbewerb bringt Generationen ins Gespräch




Was wissen Kinder heute noch über die alte Heimat ihrer Groß- und Urgroßeltern in den früheren Ostgebieten und einstigen Siedlungsräumen der Deutschen im südöstlichen Europa? Welche Bilder und Vorstellungen verbinden sie damit?


Diese Fragen nahm Dr. Petra Loibl, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, zum Anlass, einen Malwettbewerb für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren auszuschreiben. Teilnehmen konnten junge Künstlerinnen und Künstler mit familiären Wurzeln etwa im Sudetenland, in Schlesien, Siebenbürgen, dem Banat, der Batschka, aus Syrmien oder Slawonien oder dem Wolgagebiet. Ziel des Wettbewerbs war es, den Dialog zwischen den Generationen zu fördern und das Interesse an den eigenen Wurzeln sowie an der Schönheit der „alten Heimat“ zu wecken.


Bei der Eröffnung der Ausstellung am 19. Februar 2026 im Foyer des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales zeigte sich Loibl beeindruckt von der Vielfalt und Ausdruckskraft der eingereichten Zeichnungen und Gemälde. Unter dem Titel „Bilder der Heimat in Kinderaugen“ präsentierten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre ganz persönlichen Sichtweisen auf Herkunft, Erinnerung und Identität. Viele waren gemeinsam mit ihren Eltern oder Großeltern zur Ausstellung nach München gekommen – ein sichtbares Zeichen für das generationenübergreifende Anliegen des Projekts.


Mit Spannung wurde auch die Preisverleihung erwartet. Eine fünfköpfige Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der in Bayern aktiven Landsmannschaften wählte die Gewinnerinnen und Gewinner aus:


Platz 1: Anton und Lukas Sterr – „Kürbisfest“

Platz 2: Maria Jurk – „Lokomotive“

Platz 3: Vanessa Homm – „Störche“


Die Laudationes für die drei Erstplatzierten hielt das Haus des Deutschen Ostens. Dabei wurde besonders hervorgehoben, wie kreativ und sensibel die Kinder ihre familiären Geschichten und Erinnerungen künstlerisch umgesetzt haben.


Neben den Wettbewerbsbeiträgen sind noch bis zum 10. März 2026 weitere Werke zu sehen, die im Kinderhort am Agolfinger Platz in München entstanden sind. Dort setzten sich Kinder aus sieben verschiedenen Herkunftsländern mit dem Thema Heimat auseinander. Ihre Arbeiten werden in der begleitenden Sonderausstellung „Integration und Heimat“ präsentiert, für die Karl Straub, Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, ebenfalls einen Preis gestiftet hat. Seine Botschaft lautet: Heimat entsteht nicht nur dort, wo man herkommt, sondern vor allem dort, wo man angenommen wird.


Zum Abschluss dankte Dr. Petra Loibl den Kindern und ihren Familien, der Jury sowie allen Mitwirkenden für eine gelungene Ausstellungseröffnung – und dafür, dass die Erinnerungen an die alte Heimat auf so lebendige und kreative Weise weitergetragen werden.


Von Gabriele Schilcher


 
 
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