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Buchtipp: Wie heilsames Erinnern gelingt

  • Donauschwaben
  • 25. Nov. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

„Ehe die Spuren völlig verwehen … Kolonistenschicksale im Südosten Europas“ von Margit Dautermann-Hauck



Die Autorin Margit Dautermann-Hauck, Psychologin und Psychotherapeutin, rekonstruiert in einer persönlichen Spurensuche die Geschichte ihrer Familie – väterlicherseits aus Tscherwenka in der serbischen Batschka, mütterlicherseits aus dem slowenischen Gottschee – und schafft aus historischen Quellen, Überlieferungen und Interviews mit Verwandten ein beeindruckend lebendiges Gesamtbild. Das Buch führt durch die Jahrhunderte: von der Ansiedlung im 18. Jahrhundert im Habsburgerreich über das Leben der deutschsprachigen Bevölkerung in Südosteuropa bis hin zu den dramatischen Jahren während und nach den Weltkriegen. 


Dautermann-Hauck spart auch schwierige Themen nicht aus – sie spricht offen über Flucht, Gewalt, Heimatverlust und das Verhalten der eigenen Familie im Nationalsozialismus. Gleichzeitig fließen liebevolle Erinnerungen an Dialekt, Essen und Alltag ein, die dem Werk Wärme und Tiefe verleihen. Zahlreiche Abbildungen sowie wissenschaftliche Beiträge von Joachim Hösler und Wolfgang Kessler, die die historischen Hintergründe fundiert einordnen, ergänzen die Texte.


Das Buch zeigt einen eindrucksvollen, liebevoll-empathischen Blick auf eine Familiengeschichte, in der sich viele Erfahrungen der Vertriebenen spiegeln.

Gerade in der heutigen Zeit ist das Buch von Margit Dautermann-Hauck von besonderer Bedeutung, denn es zeigt, dass historische Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen differenziert betrachtet werden können – ohne Schuldzuweisungen, aber mit dem Mut, genau hinzusehen. Die Autorin macht diese Komplexität sichtbar – und vermittelt, dass Erinnern heilsam sein kann.


Von Daniela Güthner



Buchinfo:

Margit Dautermann-Hauck: Ehe die Spuren völlig verwehen … Kolonistenschicksale im Südosten Europas, Hamburg 2025, 28 € (E-Book: 9,49 €), erhältlich bei: BoD Buchshop



 
 

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