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75 Jahre Bundesverband der Banater Schwaben

  • 21. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Festakt in Ulm



Ein bedeutendes Jubiläum führte zahlreiche Gäste ins Donauschwäbische Zentralmuseum nach Ulm: Der Bundesverband der Landsmannschaft der Banater Schwaben feierte dort sein 75-jähriges Bestehen. Der Festtag stand ganz im Zeichen des Rückblicks, der Würdigung des Erreichten und des gemeinsamen Blicks nach vorne.


Bereits vor dem offiziellen Festakt nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das Dokumentationszentrum der Landsmannschaft zu besuchen. Unter der fachkundigen Leitung von Walter Tonța eröffnete sich ein eindrucksvolles Panorama donauschwäbischer Geschichte, das die Entstehung, Herausforderungen und Erfolge der Gemeinschaft anschaulich dokumentierte.


Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand die Festveranstaltung im Museum, zu der Bundesvorsitzender Peter-Dietmar Leber Vertreter aus Politik, Kirche, Wissenschaft sowie aus befreundeten Organisationen willkommen hieß. In den Grußworten wurde deutlich, welch hohe Anerkennung die Landsmannschaft über Jahrzehnte hinweg erworben hat. Der rumänische Abgeordnete Ovidiu Ganț unterstrich die enge Verbundenheit zwischen Deutschland und Rumänien und hob die Bedeutung der Bildungsförderung für die deutsche Minderheit hervor. BdV-Präsident Stephan Mayer MdB betonte die fortgesetzte Unterstützung für die Anliegen der Banater Schwaben. Ulms Bürgermeisterin Iris Mann erinnerte an die besondere Rolle ihrer Stadt als Patenstadt und an die lange Tradition der Heimattage, die Ulm regelmäßig zum Treffpunkt der Banater Schwaben machen. Auch kirchliche und gesellschaftliche Vertreter schlossen sich den Glückwünschen an, darunter Dr. Claudiu Călin für das Bistum Temeswar sowie Benny Neurohr für das Demokratische Forum der Deutschen im Banat.


Einen rückblickenden und zugleich zukunftsweisenden Akzent setzte der Festvortrag von Prof. Dr. Reinhard Johler vom Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde. Unter dem Leitgedanken des Verhältnisses von Vergangenheit und Zukunft sprach er über Erinnerungskultur, kulturelles Erbe und die Verantwortung der Landsmannschaften als Vermittler zwischen Herkunftsregionen und Gegenwart. Besonders große Aufmerksamkeit fand sein Impuls, junge Menschen stärker einzubinden und neue Formen der Sichtbarkeit und Vernetzung zu entwickeln.


Für den musikalischen Rahmen sorgten Patrick Hollich (Klarinette) und Ilja Ruf (Klavier), deren Beiträge der Feier eine feierliche und zugleich verbindende Atmosphäre verliehen.

Das Jubiläum machte deutlich: Die Landsmannschaft der Banater Schwaben kann auf 75 Jahre engagierter Gemeinschaftsarbeit zurückblicken – und bleibt zugleich offen für neue Wege, um Geschichte, Identität und Zusammenhalt lebendig zu halten. Wir vom Bundesverband der Donauschwaben gratulieren erneut recht herzlich und freuen uns mit euch!


Von Gerhard Harich

 
 
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