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Ausstellungseröffnung „fleeting trace of memory“ im Haus der Donauschwaben in Haar

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Aktualisiert: vor 2 Tagen


Mit zahlreichen Gästen wurde am 20. Mai im Haus der Donauschwaben in Haar die Ausstellung „fleeting trace of memory“ der jungen Künstlerin Lea Wagner eröffnet. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Landsmannschaften, des Bundes der Vertriebenen sowie Gäste aus Kultur, Politik und der interessierten Öffentlichkeit kamen zusammen, um die Ausstellung und den generationsübergreifenden Dialog über Erinnerung, Herkunft und Familiengeschichte kennenzulernen.

 

In ihrer Begrüßung betonte die Vorsitzende Bianca Groß die besondere Bedeutung der Ausstellung für das Haus der Donauschwaben: „Unsere Mitglieder haben über Jahrzehnte Gegenstände gerettet, Geschichten festgehalten und damit kulturelles Gedächtnis geschaffen. Dass sich nun eine junge Künstlerin auf diesen Ort einlässt, ihn künstlerisch befragt und mit ihrer eigenen Perspektive erweitert, empfinden wir als etwas wirklich Großartiges.“

 

Die Ausstellung verbindet persönliche Familiengeschichte mit den Erfahrungen vieler donauschwäbischer Familien und fragt danach, wie Erinnerung über Generationen weitergetragen wird. In ihrem Grußwort würdigte Dr. Petra Loibl, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, insbesondere den Zugang der jungen Künstlerin: „Umso beeindruckender ist es, wie ihre Exponate hier mit dem kulturellen und historischen Erbe der Volksgruppe kommunizieren. Damit holt sie die Heimat der Donauschwaben, die Geschichte unzähliger Familien, ihre Freuden und Tragödien ins Hier und Jetzt.“



Im Anschluss sprach Lea Wagner gemeinsam mit Daniela Güthner über ihre Arbeiten und ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Erinnerung, Herkunft und den oft nur fragmentarisch überlieferten Geschichten innerhalb donauschwäbischer Familien. Dabei wurde deutlich, wie sehr sich die Perspektive der dritten Generation von jener der Erlebnisgeneration unterscheidet — und zugleich an ihre Erinnerungen anknüpft.


Musikalisch begleitet wurde die Ausstellungseröffnung von Johannes Kroeker, der sich in seiner Arbeit ebenfalls mit familiären Spuren und Erinnerung auseinandersetzt.

 

Die Vernissage wurde zu einem Abend voller Begegnungen zwischen Jung und Alt, zwischen langjährigen Besucherinnen und Besuchern des Hauses und einem neuen, jungen Publikum. Die Ausstellung „fleeting trace of memory“ ist noch bis 5. Oktober 2026 im Haus der Donauschwaben in Haar zu sehen.


Von Gabriele Schilcher

 

 

 

 
 
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