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GEDENKJAHR

80 JAHRE
FLUCHT, VERTREIBUNG,

NEUBEGINN

2024 ist ein besonderes Jahr: Vor 80 Jahren wurden die Donauschwaben aus ihrer Heimat, den Siedlungsgebieten im heutigen Serbien, vertrieben. Wir erinnern in diesem Gedenkjahr mit einer vielseitigen Informations- und Veranstaltungsreihe an die historischen Ereignisse vor 80 Jahren. Lesungen,

Diskussionen, die Veröffentlichung von Erklärvideos und filmischen Zeitzeugenberichten sowie eine Kunstinstallation flankieren die zentrale Gedenkfeier am 12. Oktober 2024. Schirmherrin des Gedenkjahres ist Dr. Petra Loibl, MdL, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene.

HISTORISCHER HINTERGRUND

Die Ereignisse im Herbst 1944

Die Geschichte der Donauschwaben erzählt von multiethnischer Vielfalt mitten in Europa, lange bevor die Idee eines geeinten Europas geboren war. Mit dem aufkommenden Nationalismus und den Verbrechen des Zweiten Weltkrieges zerschlug sich dieses friedliche Miteinander im Donaubecken.

 

Im Oktober 1944 trat der Zweite Weltkrieg in seine letzte blutige Phase. Im Osten Europas war die Rote Armee auf dem Vormarsch. Die russischen Soldaten besetzten das Siedlungsgebiet Vojvodina, im Norden des heutigen Serbiens, wo sie zahlreiche donau-schwäbische Zivilistinnen und Zivilisten vorfanden. Es kam zu willkürlichen Erschießungen sowie zu Vergewaltigungen durch Soldaten und serbische Partisanen, an die 7.000 Donauschwaben fielen den Mordaktionen zum Opfer. In der Folge wurden die Donauschwaben zu Volksfeinden erklärt, entrechtet und enteignet. 

 

Wer den Massenerschießungen, Misshandlungen, Deportationen in die Sowjetunion und der Inhaftierung in Vernichtungs- und Arbeitslager entkommen konnte, floh in die ganze Welt. Bis in die 1950er Jahre waren mehr als eine halbe Million Donauschwaben auf der Flucht. Viele der donauschwäbischen Flüchtlinge kamen über teils monate- oder jahrelangen Fluchtrouten nach Bayern. Die insgesamt mehr als 12 Millionen Heimatvertriebenen im Nachkriegsdeutschland leisteten einen wichtigen Beitrag für den Wiederaufbau – auch in Bayern, wo sie mit 1,9 Millionen nun ein Viertel der Bevölkerung stellen.

 

Die Ereignisse um die deutsche Minderheit der Donauschwaben liegen inzwischen 80 Jahre zurück und sind doch hochaktuell. Kriege wie gerade jene in der Ukraine oder im Sudan lösen Flucht- und Vertreibung aus, Menschen verlieren ihre Heimat und müssen in der Fremde eine neue finden. Es ist ein wiederkehrendes Schicksal, das Menschen bis in die Gegenwart widerfährt. Die Erfahrungen von Krieg, Flucht und Vertreibung wirken oft bis in die nachfolgenden Generationen fort als transgenerative Traumata.

Die vom Kulturzentrum Haus der Donauschwaben konzipierte Informations- und Veranstaltungsreihe „80 Jahre Flucht, Vertreibung, Neubeginn“ nimmt den 80. Gedenkjahr zum Anlass, an die historischen Ereignisse vor 80 Jahren zu erinnern und über diese und ihren Folgen bis in die Gegenwart zu informieren. Hier stellen wir alle (laufend aktualisierten) Informationen zu den Projekten, Veröffentlichungen und Veranstaltungen rund um „80 Jahre Flucht, Vertreibung, Neubeginn“ zusammen:

ERINNERN UND INFORMIEREN

Filme, Veranstaltungen
und Veröffentlichungen

Die vom Kulturzentrum Haus der Donauschwaben konzipierte Informations- und Veranstaltungsreihe „80 Jahre Flucht, Vertreibung, Neubeginn“ nimmt den 80. Gedenkjahr zum Anlass, an die historischen Ereignisse vor 80 Jahren zu erinnern und über diese und ihren Folgen bis in die Gegenwart zu informieren. Hier stellen wir alle (laufend aktualisierten) Informationen zu den Projekten, Veröffentlichungen und Veranstaltungen rund um „80 Jahre Flucht, Vertreibung, Neubeginn“ zusammen: 

Erklärvideos

Erklärvideos
Teil 1

Teil 1

01:55
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Teil 2

Teil 2

02:02
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Teil 3

Teil 3

02:07
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Teil 4

Teil 4

02:52
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