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„Wir wollen Brücke sein“

  • 23. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 24. Juni

Stephanie Schmidmair mit Brückenbauerpreis der SPD-Landtagsfraktion ausgezeichnet



Es war eine Auszeichnung, die weit über eine persönliche Ehrung hinausgeht. Im Bayerischen Landtag wurde die Landesvorsitzende der Landsmannschaft der Donauschwaben in Bayern, Stephanie Schmidmair, mit dem Brückenbauerpreis der SPD-Landtagsfraktion ausgezeichnet. Das Leitmotiv der Ehrung bringt die Überschrift der Urkunde auf den Punkt: „Wir wollen Brücke sein.“


Mit dem Preis würdigt die SPD-Landtagsfraktion Schmidmairs Engagement für Verständigung, Erinnerung und europäische Zusammenarbeit. In der Begründung heißt es, dass sie als Vertreterin der jungen Generation Verantwortung für die Landsmannschaft übernommen habe und damit deren Fortbestehen für kommende Generationen sichere. Besonders hervorgehoben werden ihre verbindenden Projekte, mit denen sie den interkulturellen Dialog stärkt und wertvolle Gelegenheiten lebendiger Gemeinschaft schafft. 


Die Auszeichnung ist zugleich eine Anerkennung für die Arbeit der gesamten donauschwäbischen Gemeinschaft. Die Urkunde würdigt ausdrücklich auch die vielen Engagierten der Landsmannschaft, die gemeinsam dazu beitragen, die Erinnerung an die gemeinsame Geschichte lebendig zu halten und Europa menschlicher, gerechter und friedlicher zu gestalten. 


Der feierliche Empfang der SPD-Landtagsfraktion brachte zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und den Vertriebenenverbänden im Bayerischen Landtag zusammen. Dabei wurde deutlich, dass die Arbeit der Heimatvertriebenen und ihrer Organisationen heute weit über die Pflege historischer Erinnerung hinausgeht. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zum europäischen Dialog und zur Verständigung zwischen den Völkern.


Ein besonderer Akzent des Abends lag auf der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit. Mit dem Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis wurde die Initiative Meeting Brno ausgezeichnet, die sich seit Jahren für Begegnung, Versöhnung und den offenen Dialog zwischen Deutschen und Tschechen einsetzt. Dass zu dieser Ehrung auch zahlreiche Gäste aus Tschechien nach München gekommen waren, verlieh dem Anlass eine besondere Symbolkraft und machte sichtbar, wie lebendig und erfolgreich dieser Verständigungsprozess heute ist.


Ebenfalls mit dem Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis geehrt wurden Christa Naaß, langjährige Wegbegleiterin der Verständigungsarbeit zwischen Sudetendeutschen und Tschechen, sowie Bernd Posselt, der sich über Jahrzehnte hinweg für die europäische Einigung und den Dialog zwischen den Nachbarnationen engagiert hat.


Die Ehrung im Bayerischen Landtag macht deutlich, dass die Arbeit der Donauschwaben heute nicht nur dem Bewahren von Traditionen dient. Sie ist zugleich ein Beitrag zu einem Europa, das auf Verständigung, Respekt und Zusammenarbeit gründet.


Oder, wie es die Urkunde formuliert: „Wir wollen Brücke sein.“


Von Gabriele Schilcher

 

 

 
 
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